Sonntag, 17. Mai 2026

[Thriller] Andreas Eschbach - Die Abschaffung des Todes



Autor: Andreas Eschbach
Titel: Die Abschaffung des Todes
Reihe: -
Genre: Thriller
Verlag: Lübbe
Erscheinungsdatum: 30.08.2024
Seiten (Print): 656
Preis: Print HC 26.00€; Ebook 19.99€; Hörbuch 24.99€




Bewertung: 🌟🌟🌟🌟🌠

📚 Klappentext

 

Drei hochkarätige Unternehmer aus dem Silicon Valley wollen ein zweites »Manhattan Projekt« ins Leben rufen. Nur ist das Ziel noch ehrgeiziger als damals die Entwicklung der Atombombe: Sie wollen den Tod selbst abschaffen. Der Journalist James Windover entdeckt jedoch, dass die Unternehmer, während sie von Investoren Milliarden sammeln, insgeheim versuchen, einen Schriftsteller zum Schweigen zu bringen - weil sie eine Story fürchten, die er geschrieben hat. Was steht darin, das das Projekt gefährden könnte? James begibt sich auf die Suche nach dem Mann und gerät rasch selbst in tödliche Gefahr ... [© Cover & Text: Lübbe]


 

📚 Meine Gedanken

 
Das im Klappentext beschriebene Szenario hat mich sehr neugierig gemacht - auch wenn ich eingangs noch nicht so richtig ein Gefühl hatte, worauf die Geschichte eigentlich hinaus will.
 
Tatsächlich fand ich im Nachhinein den Klappentext sogar ein bisschen ungünstig - denn er verrät eigentlich schon recht viel von dem, was man erwarten kann. Denn was genau die Unternehmer eigentlich vorhaben, erfährt man gar nicht am Anfang. Da wird erstmal viel recherchiert, um überhaupt herauszufinden, was die tun. Da spoilert der Klappentext eigentlich sogar ein bisschen. Es tut der Geschichte aber keinen Abbruch, denn wirklich viel verrät der Klappentext nicht.
 
Die Geschichte ist spannend erzählt. Man nähert sich Stück für Stück dem Thema und bekommt allerhand Erklärungen mit dazu. Auch auf wissenschaftlicher Ebene, was zum Verständnis definitiv hilfreich war, auch wenn ich sicher nicht alles verstanden habe. Auch der philosophische Aspekt spielt eine Rolle, wenn auch eher ein bisschen untergeordnet.
 
Die Entwicklungen fand ich definitiv interessant und faszinierend. Auch wenn es zum Ende hin etwas ausgeartet ist. Eine Verfolgungsjagd durch Europa hätte es für meinen Geschmack nicht unbedingt gebraucht. Ich muss auch gestehen, dass ich einigen Punkten am Ende zwiegespalten gegenüber stehe. Die Auflösung war durchaus interessant, aber ich hatte irgendwie etwas größeres erwartet. Es war doch erstaunlich, wie unspektakulär das enden kann und gleichzeitig kann ich mir sowas in der heutigen Zeit auch gut vorstellen.
 
Man kann durchaus den Eindruck haben, dass das Buch sich ein bisschen zieht. Das will ich gar nicht in Abrede stellen und dennoch hatte ich das Gefühl, dass jedes Wort bewusst gesetzt war und jede Info bewusst verpackt. Die Vorstellung des Teams fand ich eigentlich ganz interessant, auch wenn sie der Geschichte nicht wirklich geholfen haben. Hätte es die "Liebesgeschichte" (wirklich nur angedeutet) gebraucht? jein. Im Kontext fand ich sie dann vor allem für das Ende doch wichtig, wenn sie im Rest aber kaum Thema war.
 
James als Protagonist fand ich spannend. Insbesondere seine Meinung und Einstellung zum Thema objektiver Journalismus. Ansonsten wirkte er eher unnahbar, was aber zum Gesamtkontext echt gut gepasst hat. Man entwickelt aber definitiv keine emotionale Bindung zu ihm oder Nebencharakteren.
 
Das Ende fand ich interessant gewählt. Denn man kann schon sagen, dass die Geschichte selbst abgeschlossen ist. Die Thematik an sich aber nicht und ich hab mich ein bisschen wie am langen Arm verhungert gefühlt. Und andererseits passt das echt gut - denn wir wissen ja noch gar nicht, wie es weitergehen wird. Da regt das Buch definitiv nochmal zum Nachdenken an - was es eigentlich permanent immer getan hat.
 
Insgesamt definitiv eine lesenswerte Geschichte mit einem spannenden und faszinierenden Thema, die definitiv zum Nachdenken anregt - wo würde man sich selbst in der Thematik einordnen?
 
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Weltenwanderer 5/5

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