Samstag, 17. Januar 2026

[Fantasy] Nina Blazon - Der Kuss der Russalka



Autorin: Nina Blazon
Titel: Der Kuss der Russalka
Reihe: -
Genre: Historische Urban Fantasy
Verlag: uberreuter / cbt
Erscheinungsdatum: 01.07.2005
Seiten (Ebook): 264
Preis: - (nicht mehr im Handel erhältlich)




Bewertung: 🌟🌟

📚 Klappentext

 

Russland, 1706. Unter unmenschlichen Bedingungen errichtet ein Heer von Leibeigenen, Handwerkern und Architekten Zar Peters neue Stadt: Sankt Petersburg! Als eine geheimnisvolle Tote aus der Newa geborgen wird, fällt der Verdacht auf den jungen Zimmermann Johannes, der sich bald in ein düsteres Intrigenspiel verstrickt sieht. Jemand will den Bau der Stadt verhindern. Das Leben des Zaren scheint in Gefahr. Dann begegnet Johannes eines Nachts der schönen Russalka und die Suche nach der Wahrheit wird zu einem Wettlauf um Leben und Tod. [© Cover & Text: Ueberreuter]


 

📚 Meine Gedanken

 
Es fällt mir echt schwer, dem Buch eine Sternebewertung zu geben. Ich schwanke wirklich sehr zwischen den Optionen und am Ende ist es eher ein Gefühl, wo ich es einsortiere.
 
Der Einstieg in die Geschichte ist mir unglaublich schwer gefallen. Ich hab bereits Bücher von der Autorin gelesen, aber keines davon hab ich stilistisch so anstrengend im Kopf. Es hat sich wirklich erst zur Hälfte hin ein vernünftiger Lesefluss einstellen wollen - ab dann bin ich auch gut durch die Seiten durchgekommen.
 
Als ungünstig empfand ich ebenfalls die langen Kapitel, ein paar mehr hätten für meinen Geschmack nicht geschadet und für mehr Gedankenpausen gesorgt. Als anstrengend hab ich die fehlenden Absätze empfunden - wenn es keine Gespräche gibt, sondern lediglich Beschreibungen oder Gedanken, dann hab ich oft seitenweise einen Text ohne Absatz. Nein, das ist absolut nicht meins und hat die Motivation so manches Mal gedrückt. Allerdings muss ich hier auch sagen, dass die Geschichte wohl kaum was dafür kann. 
 
Den historischen Aspekt mit dem Bau von Sankt Petersburg fand ich durchaus interessant. Ich hätte da gerne noch mehr zu gelesen. Ebenso spannend fand ich die Russalkas - die aber leider für mich ein bisschen untergegangen sind. Zumindestens hätte ich sie mir dem Titel nach etwas präsenter erwartet.
 
Mit Johannes hab ich mich ein bisschen schwer getan. Bedingt durch den Stil und die vielen Gedanken seinerseits hab ich zu ihm einfach keinen Bezug herstellen können. Auch zu den Nebencharakteren fehlte mir über weite Strecken ein Bezug - mehr Tiefe, mehr Präsenz hätte vielen von ihnen nicht geschadet. An interessanten Persönlichkeiten hat es ja eigentlich nicht gemangelt.
 
Die Handlung insgesamt fand ich okay. Ich wusste lange nicht, wohin mich die Geschichte eigentlich führen will. Es dauerte mir auch einfach auf den doch recht wenigen Seiten zu lange, bis wirklich was "wichtiges" passiert. Ab der Mitte ungefähr wurde es besser, ging mir dann aber insgesamt einfach auch ein bisschen zu schnell. Ich hätte mir für das Gesamtkonstrukt einfach an vielen Stellen noch mehr gewünscht - mehr Tiefe, mehr Spannung, mehr Emotionen.  
 
 

📚 Mein Fazit


Es konnten mich bereits einige Bücher der Autorin überzeugen, dieses hier konnte es leider nicht. Mit dem Stil hab ich mich unfassbar schwer getan und sehr lange gebraucht, bis sich überhaupt ein flüssiger Lesefluss einstellen wollte. Die Thematiken rund um Sankt Petersburg und die Russalkas fand ich durchaus interessant, hätte mir aber in beiden Fällen noch viel mehr Tiefe gewünscht. Selbiges gilt auch für die gesamte Handlung - sie war okay, aber vom Hocker hauen wollte sie mich einfach nicht.

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Weltenwanderer 3,5/5

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