Freitag, 23. Oktober 2020

Die Totenbändiger Kurz & Knapp: Band 1 "Unheilige Zeiten"

 


Willkommen im London der Unheiligen Zeit. Willkommen in der Welt der Totenbändiger.

Heute starten wir mit unserem kleinen Rückblick auf die erste Staffel der Totenbändiger … Band 2 findet ihr morgen dann bei Cube Manga. ACHTUNG … hier wird natürlich ohne Ende gespoilert 😉

Was passierte in Band 1 "Unheilige Zeiten"?

Im Prolog erfahren wir, wie Cam vor 13 Jahren zu den Hunts gekommen ist – Thad hatte ihn damals beinahe tot in einem unheimlichen Haus gefunden. In der Gegenwart begleiten wir zum einen Sky, Gabe und Connor bei Einsätzen der Spuk Squat – unheimlich war da auf jeden Fall der Fund der 78 Leichen in einem Wartungsschacht. Zum anderen begleiten wir Ella, Cam und Jules bei ihrem ersten Schultag an der Ravencourt Comprehensive School. Nicht ganz so einfach, denn da gibts doch einige, die keine Totenbändiger an ihrer Schule haben wollen – aber mit Evan definitiv auch jemanden, der ihnen zur Seite steht. Außerdem bekommen wir einen Eindruck von Cams Panikattacken. Weiterhin hat ER seinen ersten Auftritt.

 

Meine persönlichen Highlights des ersten Bandes 

Feier-ich-Moment 🎉🎉💪 - dazu muss ich wohl nicht mehr viel sagen^^ Go Sky!

>>Sie [Sky] änderte ihren Tonfall, als würde sie mit einem unterbelichteten Dreijährigen sprechen. »Ja, Gender ist uns völlig egal und ja, das bedeutet, wir können prinzipiell mit jedem Spaß haben. Und das haben etliche Totenbändiger auch. Genauso wie manch andere Queers oder Heteros stehen einige von uns auf unverbindlichen Sex. Aber, Überraschung! Manche von uns ticken auch völlig anders. Die stehen nicht auf schnellen Sex, sondern auf feste Beziehungen. Ich zum Beispiel. Welche Genitalien ein Mensch hat, ist mir schnuppe, aber ich steh total auf Treue und Verlässlichkeit. Und ich verliebe mich in den Charakter, die Persönlichkeit und die Seele eines Menschen. Da steh ich voll drauf und wenn die passen, dann macht mich das so richtig an. Und weißt du [Theo], das ist genau der Grund, warum aus uns beiden selbst dann nichts werden würde, wenn du der letzte Mensch auf Erden wärst. Dein Charakter ist nämlich unterirdisch, deine Persönlichkeit widerlich und deine Seele hab ich noch nie gesehen.« Sie bohrte ihren Blick in seinen. »Message jetzt angekommen?« << [S. 25/Tolinoangabe]


Augen-verdreh-Moment 😠😤 - hier fehlten mir nur die Worte, manche verstehen es einfach nicht.

>>Damit war der Geist gefangen und stellte keine Gefahr mehr für sie dar.
Erleichtert atmete Connor auf und blickte sofort zu dem alten Mann, der wie erstarrt auf den Stufen seiner Hintertür stand.
»Sir, sind Sie okay?«
»Das – also …«
»Yep.« Gabriel steckte seine Waffen zurück in seinen Gürtel. »Wir haben Ihnen gerade den Arsch gerettet. Gern geschehen.«
Doch der Alte schüttelte bloß wütend den Kopf. »Ich wäre mit dem Biest auch alleine fertiggeworden! Und seht, was ihr angerichtet habt! Der ganze Rasen ist ruiniert!«
In der Tat stiegen kleine Rauchfäden aus dem Gras auf, wo Tropfen des ätzenden Auraglues den Geist verfehlt hatten und zu Boden gefallen waren.
»Ernsthaft?«, knurrte Gabriel. »Sie könnten jetzt tot sein und regen sich darüber auf, dass eine Ecke Ihres Rasens ein bisschen qualmt?!« << [S. 39/Tolinoangabe]


Ekel-Moment 😵🙈 - dazu muss ich auch nicht mehr sagen *schüttelt sich*

>>Sie erreichte das Ende der Leiter und der Verwesungsgeruch wurde so widerlich intensiv, dass Sky sich jetzt wirklich wünschte, sie hätte nicht gefrühstückt.
Sie wünschte ebenfalls, der Anblick zu ihren Füßen wäre ihr erspart geblieben.
Direkt unter ihr lagen fünf oder sechs Leichen übereinander. Sie waren definitiv schon eine ganze Weile tot und aus der Nähe erkannte Sky, dass sie recht gehabt hatten. Die Köpfe waren zerschmettert, die Kehlen zerschlitzt und die Leiber aufgeplatzt oder aufgerissen. Was genau zutreffender war, war schwer zu sagen.<< [S. 59/Tolinoangabe]


Mistgabel-Moment 👿👿 - darf ich vorstellen … Topher - der Typ, der die meisten Mistgabeln in Staffel 1 bekommen hat^^

>>»Hey Freak!«
Oder auch nicht.
Der höhnische Tonfall in der Stimme ließ nichts Gutes erahnen und Cam öffnete alarmiert die Augen.
Vier Jungs schlenderten betont lässig auf ihn zu, doch die Blicke, mit denen sie ihn musterten, ließen keinen Zweifel daran, dass sie auf Ärger aus waren.
»Was machst du hier?« Ein dunkelhaariger Lockenkopf schien der Anführer der kleinen Gang zu sein. Cam kannte ihn und einen der anderen aus seinem Mathekurs.
»Nichts. Nur sitzen.«
»Ach ja?« Ein heimtückisches Grinsen trat in das Gesicht des Lockenkopfs. »Also ich finde ja eher, du bedrohst uns. Und du weißt ja, was wir mit jemandem wie dir machen dürfen, wenn wir uns bedroht fühlen.«
Cam presste die Kiefer aufeinander und spürte, wie Wut in seinem Inneren zu brodeln begann.
Genau wegen solcher Dreckskerle hasste er Menschen.<< [S 77/Tolinoangabe]


Heimlicher Held ✌❤❤ - Tophers Gegenpart ist Evan … von der ersten Sekunde an mein Held

>>»Halt die Klappe, Topher. Steck das Messer weg und lass ihn in Ruhe.«
Die Stimme ließ Lockenkopf und seine Gang herumfahren. Ein blonder Typ, den Cam aus seinen Vormittagskursen kannte, war hinter ihnen aufgetaucht. In seiner Hand hielt er ein Smartphone, mit dem er aufzeichnete, was sich hier gerade abspielte.
»Ich hab alles auf Video und solltest du Camren oder seinen Geschwistern irgendeinen Scheiß andichten wollen, gehe ich zur Carroll. Wenn sie das hier sieht, weiß sie, dass ihr nur irgendwas inszeniert habt, und dann sind es mit Sicherheit nicht die Hunts, die achtkantig hier rausfliegen.«<< [S. 78/Tolinoangabe]


Witzigster Haustier-Moment 🐱🐶💖 - die drei kann man einfach nur lieben

>>»Sherlock! Holmes!«, rief er dann in Richtung Rhododendron. »Ab ins Haus. Die Geister kommen!«
Der Busch schien zu explodieren, als Katzenjunge und Dackelwelpe gleichzeitig zwischen den Zweigen herausschossen. Wie zwei Raketen fegten sie an Gabriel und Cam vorbei die Stufen hinauf, quer über die Terrasse und hinein ins Haus, jeder mit seinem Ball in der Schnauze, um ihn vor den bösen Geistern in Sicherheit zu bringen – und drinnen damit weiterzuspielen. Zwischen den Sofakissen auf der Couch konnte man die nämlich genauso toll verstecken wie in den Gartensträuchern.
»Wow«, meinte Gabriel sichtlich beeindruckt. »Bei den meisten Kommandos hat man das Gefühl, die zwei sind stocktaub, aber wenn es um Geister geht, hören sie sofort.«
Cam strich Watson über den Kopf. Bei dem Wort Geister hatte sich der kleine Kater wieder dicht an ihn geschmiegt.
»Sie sind eben clever«, meinte Cam schulterzuckend. »Und sie haben Charakter.« << [S. 106/Tolinoangabe]

 

Blick hinter die Kulissen

Hier kommt der erste Blick hinter die Kulissen von Staffel 1, in dem ich euch ein bisschen daran teilhaben lasse, was mir so kurz vor Schreibbeginn von Band 1 durch den Kopf gegangen ist. ;o)

Oh. Mein. Gott. Das fasst es vermutlich am besten in Worte. Der erste Band einer neuen Geschichte ist immer total aufregend – und total beängstigend zugleich. Die Idee zu den Totenbändigern hatte ich schon seit Monaten im Kopf und immer weiter daran herumgesponnen, bis Plot und Figuren schließlich standen. Es ist viel Plot und es ist auch ein recht großer Cast an Figuren, die ich bisher allerdings nur "theoretisch" kenne. Sprich ich hab ihre Biografien entworfen, ihnen bestimmte Charakterzüge verpasst und ich weiß, wie sie untereinander verknüpft sind. Aber wirklich "kennenlernen" werde ich sie erst beim Schreiben. Da raufen wir uns dann zusammen und ich finde heraus, wie sie wirklich ticken. Oft ändern sich Figuren dabei noch mal. Nicht viel, aber sie entwickeln meist ein Eigenleben, sobald sie beim Schreiben "echt" werden und nicht mehr nur in meinen Gedankenkonstrukten existieren. Das mag ich und darauf freue ich mich jedes Mal beim Schreiben.
Was ich dagegen beim Schreiben eines ersten Bandes ganz schrecklich einschüchternd finde, ist der Weltenaufbau. Ich weiß, wie es dort aussieht. Ich weiß auch, wie die Geister funktionieren und wie die Gesellschaft deswegen tickt. Genauso weiß ich, wer die Totenbändiger sind und warum die Normalbevölkerung solche Probleme mit ihnen hat. Aber all das wisst ihr Leser*innen noch kein bisschen und das muss ich irgendwie alles erklären und anschaulich machen und zwar so, dass es sich nicht wie Infodropping oder nerviger Erklärbär anhört. Gleiches gilt für die Figuren. Auch die muss ich so schreiben, dass ihr mehr über sie erfahren wollt. Bestenfalls wachsen sie euch nach und nach ans Herz und ihr fühlt mit ihnen. Gerade für die späteren Bände würde ich mir das total wünschen, denn einige der Figuren werden echt schlimme Dinge durchmachen. Was mich zum Plot bringt. Geplant sind die Totenbändiger als Serie. Drei Staffeln mit je acht Bänden. Das ist unfassbar viel Plot mit etlichen Strängen, die parallel laufen und an verschiedenen Stellen wie Zahnräder ineinandergreifen müssen. Davor hab ich einen Heidenrespekt. Was, wenn ich das nicht hinkriege? Was, wenn ich irgendwas vergesse? Wenn ich beim Plotten etwas übersehen hab? Und, Himmel, ist das überhaupt alles spannend genug? Wird das überhaupt jemand lesen wollen? Nur weil ich die Figuren und ihre Geschichte cool finde, heißt das ja nicht, dass andere das auch so sehen. Aber es ist nun mal die Geschichte, die gerade in meinem Kopf ist. Und ich mag die Figuren jetzt schon, obwohl ich sie noch gar nicht "in echt" kenne. Also nicht so viel nachdenken. "
Einfach mal machen, könnte ja gut werden." Das steht auf meinem Federmäppchen. Also mach ich dann einfach mal. Wenn es ganz schrecklich wird, muss ich die Geschichte ja schließlich niemandem zeigen. Was kann also schon schiefgehen? ;o)

 


 

Kommentare:

  1. Hallo Andrea,
    ich saß grad vor deinem Beitrag und achte mir: echt das war alles in Band eins? :D Man hat zwar die Handlung grob im Kopf, aber eben doch nicht, was alles so war. Ich dachte z.B. der Wartungsschacht war später. Falsch gedacht. ;)
    Evan und Topher... ja die beiden als Gegenparts zu bezeichnen, damit stimme ich dir auf jeden Fall zu. Da prallen echt die gegensätzlichen Ansichten zu den Totenbändigern aufeinander.

    Auch Nadines Blick hinter die Kulisse mag ich sehr. :) Ich kann nur schwer mir vorstellen, wie schwierig es ist, einen Auftakt zu schreiben, in dem man in die Welt reinkommt und trotzdem neugierig gemacht wird. Ein ziemlicher Balanceakt, der aus meiner Sicht aber gelungen ist. Auch wenn ich persönlich erst nach Band zwei so richtig angefixt war. ;)
    Liebe Grüße
    Dana

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    1. Ja, das dachte ich mir auch^^ so viele Details hatte ich auch vergessen, das ist echt unglaublich.

      Mich hat sie schon mit der Idee catchen können, aber spätestens bei Band 2 wollte ich auch nicht mehr aufhören^^

      LG Andrea

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