Montag, 2. Dezember 2019

[Messebericht] Ein paar Worte zur BuchBerlin


Zum ersten Mal hat es mich dieses Jahr im November auf eine Buchmesse verschlagen - auf die BuchBerlin. Geplant hatte ich das nicht, es war tatsächlich eher eine spontane Entscheidung. Ein paar meiner Eindrücke möchte ich gerne noch loswerden, deswegen folgt hier mein Messebericht.

Tatsächlich musste ich hinterher mal wieder feststellen, dass ich gar nicht so viele Fotos gemacht habe - irgendwie vergesse ich das immer wieder^^ aber gut, dann müssen die wenigen reichen, die ich habe 😉



Sehr früh am Sonntag Morgen gings für mich nach Berlin. Da ich am Samstag noch arbeiten musste und es sich nur fürs Übernachten nicht gelohnt hatte, bin ich erst am Sonntag gefahren.

Die Fahrt war ganz angenehm, hab natürlich gelesen 😉 pünktlich war der Zug auch und so bin zeitig in Berlin gewesen. Da bis zur Öffnung der Messe noch Zeit war, bin ich dort noch ein wenig in dem Stadtgebiet rumgelaufen ... und war doch enttäuscht, dass es dort irgendwie nichts gab. Keinen Bäcker oder so, wo ich mir hätte noch etwas holen können. Aber gut, auf der Messe wirds schon was zu essen geben.

Auf der Messe habe ich mich dann mit Stef von BookieDreams getroffen und gemeinsam mit ihren Begleiterinnen habe ich mir die Messe zum ersten Mal angeschaut 😊

Tatsächlich habe ich aber mehr gequatscht, als das ich wirklich die Messe angeschaut habe - deswegen habe ich danach nochmal einen Rundgang für mich alleine gemacht. Was soll ich sagen - irgendwie war ich enttäuscht 🙈 ich hatte nicht allzu viel erwartet, weil ich von einigen anderen schon Berichte gehört hatte und dennoch hatte ich wohl noch zu viel erhofft. Die Messe war klein (das ist okay), aber irgendwie hatte sie für mich kein Messefeeling. Es hat sich eher wie ein Flohmarkt angefühlt. Es wirkte zusammen gewürfelt, die Stände hatten keine Struktur (warum muss ein BDSM-Stand direkt neben einem für Kinderbücher sein?). Die zwei Räume waren auch sehr unterschiedlich - der eine mit künstlichem Licht wirkt extrem hell und unangenehm, der andere im Vergleich dazu einfach zu dunkel und ein bisschen ungemütlich.

Auch mit dem Essensangebot war ich nicht zufrieden (und da war ich nicht die einzige), weil es schlicht zu teuer war. Ich sehe absolut nicht ein, für ein Sandwich (das aus einer Toastscheibe, einem Salatblatt und ein bisschen Wurst besteht) 4€ auszugeben. So hab ich mich mit Süßigkeiten durch den Tag gegessen, was ich nicht sehr prickelnd finde.

Eines ist mir auch noch aufgefallen: es war sehr wenig los. Woran das lag, kann ich nicht beurteilen, aber viel zu oft waren die Gänge leer und keine Besucher an den Ständen. Ich habe mit einigen AutorInnen gesprochen, die das nicht so prickelnd fanden. Umsatzmäßig muss es da teils wohl nicht sehr gut gelaufen sein 😶

mit Katha von Kathas Life
Aber gut ... genug gemeckert, kommen wir zu den schönen Sachen 😉
Aufgrund der Tatsache, dass gefühlt nichts los war, hatte man unglaublich viel Zeit, mit den AutorInnen zu quatschen. Und ehrlich gesagt habe ich das auch ausgiebig genutzt und viel quatscht. Auf den anderen Messen hat man da ja eher weniger Zeit für^^ und natürlich hab ich auch ein paar Bloggerinnen getroffen, mit denen ausgiebige Gespräche geführt wurden 😉


mit E.F. v. Hainwald

mit Mary Cronos
mit Svea Lundberg


Natürlich habe ich auch wieder nicht mit allen, die ich getroffen habe, ein Foto gemacht^^ bei manchen weiß ich zwar, dass ich eins gemacht habe, aber ich weiß partout nicht, wo das Foto ist 😂 oder der jeweilige Fotopartner hat es mir noch nicht geschickt.





Per se war man relativ schnell durch die Stände und die beiden Hallen durch - so ca. 2 Stunden, länger braucht man da nicht. Ich hab nur viel länger gebraucht, weil ich ständig mit jemandem gequatscht habe 😂

Als ich irgendwie nicht mehr laufen wollte, habe ich mich bei den 'Schicksalswebern & Friends' niedergelassen und gemeinsam mit den Autorinnen ein paar Leseproben verteilt. So hatte ich auch noch einen kleinen Einblick in die Ausstellerseite und da sind mir die leeren Gänge doch ein wenig mehr aufgefallen.
Außerdem habe ich festgestellt, dass die Besucher sehr zurückhaltend waren - kostenlose Leseproben wollten viele gar nicht haben. Kenne ich von anderen Messen nicht so.

Die letzten Stunden auf der Messe fand ich dann sehr anstrengend und war froh, dass ich am Stand sitzen und einfach ein bisschen Ruhe haben konnte.
Zurück bin ich am selben Abend dann mit dem Auto, weil ich bei jemandem mitfahren durfte 💞




Tja ... also wenn ich ehrlich bin, weiß nicht, ob ich nächstes Jahr wieder auf die BuchBerlin fahre. Wenn dann tatsächlich nur, weil ich BloggerInnen und AutorInnen treffen möchte, die ich sonst das Jahr über nicht sehe. Um der Messe willen (so wie es bei der LBM ist) würde ich definitiv nicht fahren. Dafür hat sie mich einfach zu sehr enttäuscht und ich hatte den Eindruck, dass man absolut nichts verpasst.

Wer von euch war denn auch auf der BuchBerlin? Wie sind eure Eindrücke gewesen?
Wenn ihr einen Messebericht habt, dann kommentiert gerne, dann schaue ich auch bei euch mal vorbei.


Kommentare:

  1. Huhu Andrea,

    ich war dieses Jahr auch zum ersten Mal auf der BuchBerlin, allerdings am Samstag. Da war es zwar auch nicht überfüllt, aber doch deutlich voller als was du beschreibst. :O Und genau das fand ich eigentlich angenehm, weil ich Menschenmasse einfach meide und es daher auf der BuchBerlin sehr angenehm fand. :) Dass man zudem Gelegenheit hatte, mit Autor*innen zu quatschen, mochte ich auch. Auf den großen Messen kommt man da vor lauter Gedränge ja kaum zu.
    Allerdings fand ich auch, dass ein ganzer Tag recht viel Zeit für die kleine Messe ist. Die letzten 1-2 Stunden gab es für mich auch nichts mehr zu sehen, sodass ich mich dann auch an einem Stand mehr oder weniger einquartiert hatte. :D

    Liebe Grüße
    Alica

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    1. Per se mag ich auch keine Menschenmassen, aber zur LBM störts mich wiederum gar nicht^^ da gehörts einfach mit dazu ;)
      Hier fand ich es auch ganz angenehm, aber für die ganzen Standbetreiber fand ich es total schade ... so sollte eine Messe auch nicht sein.

      Den ganzen Tag brauchte man da wirklich nicht. Ich war auch froh, dass ich mich verkriechen konnte und dort ein bisschen meine Ruhe hatte. Es gab dann auch einfach nichts mehr zu entdecken.

      Liebe Grüße
      Andrea

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  2. Huhu liebe Andrea,
    aaaaalso, es war total schön, dich getroffen zu haben. Aber ansonsten gebe ich dir Recht. Catering viel zu teuer. Die BuchBerlin hat die Stände gewürfelt, weil sich viele Aussteller über den ersten Plan beschwert hatten. Ich habe fast nichts von der Messe gesehen, weil ich am Samstag wegen des Interviews dort war und Sonntag nur ein paar Stunden hatte. Links um die Ecke ist übrigens ein Bäcker, der war bestimmt noch nicht geöffnet, als du dort langgeschlendert bist.
    LieGrü
    Elena

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    1. Es war auch schön, dich wieder getroffen zu haben ;)
      Ah den Bäcker habe ich dann wohl übersehen, oder bin in die falsche Richtung gelaufen^^ aber am grundsätzlichen Problem mit dem Catering ändert das auch nicht wirklich was.

      LG Andrea

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