Sonntag, 4. April 2021

[Rezension] Elisa Schwarz - Liebe kennt kein Handicap (Hamburg 2)

 



Autorin: Elisa Schwarz
Titel: Liebe kennt kein Handicap
Reihe: Hamburg 2
1: Espoir heißt Hoffnung | 2: Liebe kennt kein Handicap
Genre: Gayromance
Erscheinungsdatum: 01.04.2021
Seiten (Ebook): 366
Preis: Ebook 6.99€





You only live once! Nach diesem Motto lebt Nathan seit Jahren mit seiner Krankheit. Entscheidungen trifft er grundsätzlich unter dem Aspekt, voll dahinter zu stehen und niemals etwas zu bereuen. Jede Minute ist kostbar und jeder Tag steht unter dem Stern, das Leben zu genießen. Denn an seinem Handicap kann er nichts ändern und mit der Diagnose Hirntumor hat er sich ausgesöhnt.
Doch nachdem ein Clubabend schlecht für Nathan endet und er von Devin, einem verhassten Bekannten seines besten Freundes, unerwartet Hilfe erhält, gerät sein bisheriges Leben ins Wanken. Nicht nur, dass er sich plötzlich wieder um seine Gesundheit sorgen muss, übt Devin eine Faszination auf ihn aus, der er sich nur schwer entziehen kann. Dabei hat Devin seine eigenen Baustellen und in seinem Leben keinen Platz für eine Liebesbeziehung. Hinzu kommt, dass Nathan es kaum mit seinem Gewissen vereinbaren kann, jemanden emotional an sich zu binden. Ist es fair, Devin von sich zu überzeugen, in dem Wissen, ihn irgendwann zurücklassen zu müssen?
[Cover-/Textquelle: Elisa Schwarz]

Dies ist der zweite Teil einer Reihe, den ersten Band habe ich nicht gelesen. Man kann die beiden wirklich gut unabhängig voneinander lesen, die Charaktere kommen zwar wieder vor, aber ich hatte nicht den Eindruck, als würde man sich viel in ihre Geschichte spoilern. Vorwissen daraus braucht man auch nicht.

Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen. Der Stil liest sich unglaublich flüssig und die Seiten flogen einfach nur so dahin. Insgesamt wirkt die Handlung etwas ruhiger, beschäftigt sich eben viel mit der Krankheit, hat aber auch so ihre spannenden und vor allem emotionalen Momente. Für mich hat sie genau den Punkt getroffen - genau das richtige Maß beim Fokus auf die Krankheit und allem drum herum.

Nathan hat mir als Protagonist unglaublich gut gefallen und auch beeindruckt. Vor allem, wie er mit der Krankheit umgeht, aber wie er auch auf alle anderen reagiert. Er hat sich einfach in mein Herz geschlichen und wollte immer nur das Beste für ihn.
Auch Devin hat mir gut gefallen, wenn er auch anfangs noch ein wenig mürrisch rüberkommt. Aber er hat sich gewandelt und das mir wirklich gut gefallen.
Auch die Nebencharaktere haben mir gut gefallen und ich fand es interessant zu sehen, wie sie alle mit der Krankheit umgehen.

Gewünscht hätte ich mir noch Devins Sicht. Die Geschichte wird - mit Ausnahme des Epilogs - komplett aus der Sicht von Nathan erzählt. Was insofern gut war, dass man direkt auch den Bezug zur Krankheit hat. Aber auf der anderen Seite hätte ich mir gerne auch den Gegenpart gewünscht und gesehen, wie Devin mit der ganzen Sache fertig wird und welche Gedanken er sich eigentlich macht. So ganz bin ich da nämlich nicht immer durchgestiegen.


"Liebe kennt kein Handicap" ist mein erstes Buch der Autorin und wird sicher nicht das letzte bleiben. Die Geschichte hat mich von der Seite an in ihren Bann gezogen und ich habe sie in einem Rutsch gelesen. Ich mochte die Protagonisten sehr und auch die Mischung aus der Thematik Hirntumor und allem anderen fand ich super. Einzig Devins Sicht hätte ich mir noch gewünscht, um auch bei ihm ein paar mehr Einblicke zu bekommen.


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Vielen herzlichen Dank an die Autorin für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Kommentare:

  1. Hallo Andrea,
    von dem Buch hattest du mir ja schon vorgeschwärmt und nun war ich natürlich neugierig auf deine Rezension.
    Ich finde es gut, dass man beide Bände unabhängig voneinander lesen kann, auch wenn die anderen Charkatere wieder auftauchen. Genau die Frage hatte ich mir nämlich gestellt, als ich gesehen habe, dass es ein zweiter Band ist. ;)
    Mit einem Hirntumor leben zu müssen, ist sicher nicht einfach. Da kann man sich vorstellen, dass es immer wieder Situationen gibt, in denen man an seine Grenzen stößt oder einfach alles hinwerfen will. Dass es da berührend wird, glaube ich gern.
    Das Buch klingt richtig toll, muss ich mir mal mit auf die Merkliste setzen. :)
    Liebe Grüße
    Dana

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    1. Hehe^^ die Frage hab ich mir anfangs auch gestellt, deswegen fand ich sie für die Rezi wichtig.

      Freut mich, dass ich dich neugierig machen konnte :D

      LG Andrea

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  2. Liebe Andrea, vielen lieben Dank für deine wundbare Buchbewertung. Ich freue mich sehr, dass dir die Geschichte rund um Nathan gefallen hat.

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