Montag, 7. Dezember 2020

[Rezension] Christelle Dabos - Im Sturm der Echos (Die Spiegelreisende 4)

 


Autorin: Christelle Dabos
Titel: Im Sturm der Echos
Reihe: Die Spiegelreisende 4
Genre: High Fantasy
Verlag: Insel
Erscheinungsdatum: 22.06.2020
Seiten (Print): 613
Preis: HC 18.00€; Ebook 15.99€





Risse überziehen die Welt der Archen. Einer jagt den nächsten, die Abgründe werden immer größer. Babel, Pol, Anima – keine der Archen bleibt verschont. Die Bewohner müssen ungläubig mitansehen, wie ihre Welt nach und nach auseinanderbricht. Um die unaufhaltsame Zerstörung der Archen zu stoppen, muss so schnell wie möglich der Schuldige gefunden werden. Muss »der Andere« gefunden werden. Aber wie? Wo doch niemand auch nur weiß, wie er aussieht? [Cover-/Textquelle: Insel]

Anfangs stand ich der Reihe ein wenig skeptisch gegenüber, Band 1 hatte mich noch nicht so richtig begeistern können. Aber ich hab es definitiv nicht bereut, die Reihe weitergelesen zu haben. Mit jedem Band hat sie sich weiter gesteigert und ist in einem spannenden Finale gegipfelt.

Den Schreibstil der Autorin finde ich nach wie vor ein wenig gewöhnungsbedürftig. Ich brauche immer ein bisschen, bis er sich für mich flüssig liest. Zudem ist er sehr komplex und man muss beim Lesen schon ein bisschen mitdenken, sodass ich das Buch nicht so schnell verschlungen habe wie manch andere. Die verschiedenen Sichtweisen fand ich gut, da man so einen umfassenderen Einblick bekommen konnte.

Neben einem Was bisher geschah gab es am Anfang auch eine Vorstellung der wichtigsten handelnden Personen, was ich wirklich gut fand, da ich so gleich bei allen wieder auf dem neusten Stand war.

Die Geschichte setzt zeitnah nach dem Ende von Band 3 ein und geht auch gleich spannend wieder los. Gemeinsam mit Ophelia und Thorn versuchen wir herauszufinden, was die Ursache für das Auseinanderbrechen ist. Die Wege sind vielfältig und lange Zeit wusste ich nicht so richtig, wohin das alles führen wird. Es passieren einige spannende und vor allem unerwartete Wendungen, sodass ich jederzeit gefesselt war und mit Spannung gelesen habe.

Die Auflösung kommt recht spät und tatsächlich muss ich gestehen, dass ich glaube, nicht alles davon verstanden zu haben. Es war aber sehr komplex, was sich die Autorin hier ausgedacht hat und wahrscheinlich müsste ich es einfach nochmal lesen. Ich fand die Auflösung aber wirklich gut gemacht, da ich auf sowas nie gekommen wäre.

Das Ende empfand ich als ein bisschen kurz. Ich hätte gerne noch ein bisschen mehr von dem gelesen, was sich nun entwickelt hat und wie es weitergehen wird. Zudem ist da eine Sache für mich noch nicht so richtig abgeschlossen, das hat mich tatsächlich ein bisschen geärgert.

Gefallen haben mir die Charaktere, die immer wieder neue Facetten zum Vorschein bringen und über sich hinauswachsen. Gerade Ophelia hat mich mehrfach beeindrucken können. Von manchen Nebencharakteren hätte ich mir noch ein wenig gewünscht.
Mein Liebling ist und bleibt aber Thorn. Ich weiß gar nicht so genau warum, aber er konnte mich einfach komplett überzeugen.

Was mir an der Geschichte nach wie vor richtig gut gefällt: die Emotionen. Oder eher, die versteckten Emotionen zwischen den Zeilen. Gerade zwischen Ophelia und Thorn merkt man das deutlich und ich empfand es einfach mal als erfrischend anders, dass hier die Gefühle und Liebe nicht direkt im Vordergrund stand. Deswegen hatte sie aber nicht weniger Bedeutung.


Auch wenn ich nach Band 1 noch ein wenig skeptisch war, danach konnte mich die Reihe einfach packen und der finale Band macht da keine Ausnahme. Die Handlung hat mich gefesselt, war spannend und voller unerwarteter Wendungen. Das Ende hätte ich so nie erwartet, man merkte da aber auch stark die Komplexität der Handlung an sich. Ich mag die Protagonisten und ihre versteckte Art, sich ihre Liebe zu zeigen. Ein rundum gelungenes Finale.



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