Sonntag, 5. November 2023

[Rezension] Adam Silvera - Infinity Reaper (Infinity 2)


Autor: Adam Silvera
Titel: Infinity Reaper
Reihe: Infinity 2
1: Infinity Son | 2: Infinity Reaper | 3: Infinity Kings (ET: ?)
Genre: Queere Urban Fantasy
Verlag: Arctis
Erscheinungsdatum: 14.09.2023
Seiten (Ebook): 592
Preis: Print 24.00€; Ebook 18.99€





Als Brighton nach dem Kampf mit den Bloodcastern die verhängnisvolle Entscheidung trifft, das Unsterblichkeit versprechende Reaper-Blut zu trinken, ändert sich alles: Plötzlich steht Brightons Leben auf dem Spiel. Auf Emils Jagd nach einem Gegenmittel, das nicht nur seinen Bruder rettet, sondern ihn auch von seinen eigenen ungewollten Phönixkräften befreit, muss er tief in die Vergangenheit eintauchen, der er entkommen will. Und obwohl er die Hilfe der Spellwalkers jetzt mehr denn je braucht, zerbrechen ihre Reihen an Maribelles Rachedurst. Der Kampf um den Frieden spielt sich wie ein kompliziertes Schachspiel ab, und Emil beginnt zu begreifen, dass er möglicherweise die ganze Zeit gegen den falschen Feind angetreten ist. [© Cover & Text: Arctis]

Die Bücher des Autors haben mir bisher immer sehr gut gefallen, mit seinem Fantasy-Debüt hab ich mich aber in Band 1 recht schwer getan. Am Ende überwog die Neugierde, wie die Geschichte weitergehen würde und so habe ich auch Band 2 gelesen.

Der Stil des Autors gefällt mir nach wie vor gut und lässt sich an sich auch gut lesen. Erzählt wird die Geschichte aus meheren Sichten, was zwar umfassendere Einblicke ermöglicht, aber manchmal auch ein bisschen die Spannung genommen hat. Bei Ness beispielsweise erfährt man recht viel zu den Plänen seines Vaters, sodass man von den eigentlichen Handlungen nicht mehr überrascht oder schockiert ist.

Der Handlung fehlte es meines Erachtens nicht nur an Spannung, sondern generell passierte einfach recht wenig. Ja, es gab ein paar Kämpfe, aber deren Ausgang war eigentlich recht vorhersehbar. Die Guten rennen auch hier immer hinterher und wirken nicht, als könnten sie überhaupt etwas retten. Die Bösen haben mir da doch schon ein wenig mehr zugesagt, weil sie nicht mehr so eindimensional gewirkt haben. Auch wenn die Gruppe um Luna recht untergegangen ist.
 
Spannend fand ich die Entwicklungen rund um die Halo-Knights, wenn da auch noch einige Fragen offen geblieben sind. Zum Ende hin passieren einige Ereignisse Schlag auf Schlag, was mir von der Dynamik grundsätzlich gefallen hat, die Wendungen an sich haben mich aber nicht immer überzeugen können. Einige fand ich schlicht doof gemacht und kann deren Sinn auch nicht verstehen.

Womit ich mich aber nach wie vor am schwersten tue, sind die Charaktere selbst. Ness und Wyatt würde ich als meine Lieblinge bezeichnen, sie fand ich wirklich gut gezeichnet und haben auch Ansätze der Tiefe, die man vom Autor aus anderen Büchern kennt. Emil wirkt mir leider etwas blass und absolut nicht durchsetzungsfähig. Brighton ist da besser, wenn mir seine Einstellung auch absolut nicht zusagt. Vor allem von den Entscheidungen, die er am Ende aus gekränkter Eitelkeit getroffen hat. Am wenigsten hat mir aber Maribelle gefallen ... sie hat mich so oft mit ihren Worten und Taten zur Weißglut getrieben und ihre Entwicklung und Entscheidungen verstehe ich schlicht nicht. Sie wirkt generell auch sehr eindimensional und null reflektiert.

Das Buch endet deutlich mit mehreren Cliffhanger in den verschiedenen Handlungssträngen. Einige fand ich gut gemacht, andere wiederum haben mir persönlich einfach nicht zugesagt - Brighton und Maribelle sag ich dazu nur. 
 
Ob ich den finalen Band lesen werde? aktuell keine Ahnung. Einerseits würde es mich bei Emil, Wyatt und Ness schon interessieren, wie es weiter geht. Andererseits habe ich keine Lust auf die eindimensionalen, egoistischen Meinungen von Maribelle und Brighton. Mal schauen, wie ich mich spontan entscheiden werde, wenn Band 3 erscheinen wird.


Auch der zweite Band der Fantasy-Reihe des Autors konnte mich nicht so richtig begeistern. Es gab zwar spannende Momente, die wurden aber auch von einer stagnierenden Geschichten und erwartbaren Wendungen begleitet. Mit den meisten Protagonisten habe ich mich aufgrund ihrer Entscheidungen sehr schwer getan, lediglich Wyatt und Ness mochte ich wirklich gerne. Unsicher bin ich, ob ich den finalen Band noch lesen möchte - Neugierde ist zwar vorhanden, andererseits fehlt mir die Lust auf eindimensionale, egoistische Charaktere wie Maribelle und Brighton.


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